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Veröffentlicht am 14. Juli 2025

Studien

Kinder und Jugendliche in der Nothilfe im Asylbereich. Systematische Untersuchung der Situation in der Schweiz

Die Lebensumstände in der Nothilfe im Asylbereich gefährden die Gesundheit und die Entwicklung von den betroffenen Kindern und Jugendlichen. Besonders besorgniserregend ist der schlechte psychische Zustand der Betroffenen. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf, insbesondere in den folgenden Bereichen: Psychische und physische Gesundheit, Unterbringung, Beschulung und soziale Teilhabe.

Die Studienergebnisse werden von dem Gutachten «Das Nothilferegime und die Rechte des Kindes» rechtlich eingeordnet (siehe unten).

Bestellen (BBL Artikel-Nr. 420.967.D)
Medienmitteilung vom 30. September 2024

Das Nothilferegime und die Rechte des Kindes. Rechtsgutachten und Studie zur Vereinbarkeit mit der schweizerischen Bundesverfassung und der Kinderrechtskonvention

Die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Nothilfe im Asylbereich sind weder mit der Schweizerischen Bundesverfassung noch mit internationalen Übereinkommen vereinbar. Die körperliche, geistige und soziale Entwicklung und die Gesundheit der Betroffenen werden zu wenig geschützt. Ein juristischer Paradigmenwechsel ist angezeigt.
 
Das Gutachten ordnet die Ergebnisse der Studie «Kinder und Jugendliche in der Nothilfe im Asylbereich» rechtlich ein (siehe oben).

Bestellen (BBL Artikel-Nr. 420.968.D)
Medienmitteilung vom 30. September 2024

Ordentlich einbürgern in der Schweiz. Die Auswirkungen des neuen Bürgerrechtsgesetzes des Bundes und Wege zu einem inklusiveren System der Einbürgerung

Die ordentliche Einbürgerung ist seit der Einführung des neuen Bürgerrechtsgesetzes 2018 selektiver geworden: Der Anteil von Hochqualifizierten und gut situierten Personen ist markant angestiegen und die Zahl wenig qualifizierter und schlecht situierter Personen ist deutlich zurückgegangen. Die statistisch nachgewiesene Selektivität ist laut Studie einerseits eine Folge der deutlich restriktiveren gesetzlichen Vorgaben. Andererseits ist sie eine Konsequenz der Handlungsspielräume, die das Bürgerrechtsgesetz des Bundes den Kantonen zugesteht.

Bestellen (BBL Artikel-Nr. 420.966.D)

Zugang zur erleichterten Einbürgerung von Personen der dritten Generation. Bilanz nach drei Umsetzungsjahren (2018 - 2020)

Seit dem 15. Februar 2018 können sich Ausländerinnen und Ausländer, deren Grosseltern bereits in der Schweiz gelebt haben und die selber in der Schweiz geboren sind, erleichtert einbürgern lassen. Von diesen circa 25 000 Personen erhielten bis Ende 2020 jedoch lediglich 1847 Personen den Schweizer Pass. Die Studie untersucht die Gründe für diese ernüchternde Bilanz und zeigt Wege auf, wie der Zugang zur Schweizer Staatsbürgerschaft erleichtert werden kann.

Die Migrationspartnerschaft Schweiz-Nigeria. Chancen und Risiken

Das Potential der Migrationspartnerschaften ist noch längst nicht ausgeschöpft. Das aussenpolitische Instrument ist partizipativ ausgerichtet und inhaltlich sehr flexibel. Es kann auf übergeordneter Ebene dazu beitragen, die Interessen der Herkunfts-, Transit- und Zielländer in Einklang zu bringen. Es hat aber auch Schwächen: Der Handlungsspielraum der Schweizer Behörden im für die Partnerstaaten wichtigen Policy-Bereich der legalen Migrationswege ist sehr beschränkt. Auch könnte die gemeinsame Zielsetzung der verschiedenen Schweizer Akteure im Sinne einer kohärenten Migrationspolitik weiter verbessert werden. Der Bericht schliesst mit Empfehlungen, die sich aus der Analyse der als besonders erfolgreich geltenden Migrationspartnerschaft Schweiz-Nigeria ableiten lassen.

Mit- und Nebeneinander in Schweizer Gemeinden. Wie Migration von der ansässigen Bevölkerung wahrgenommen wird

Bislang ist wenig darüber bekannt, wie die ansässigen Menschen in der Schweiz migrationsbedingte Veränderungen etwa am Wohnort, bei der Arbeit oder in der Öffentlichkeit wahrnehmen. Die aufsuchende Studie zeichnet ein vielfältiges Bild der Befindlichkeiten: Die Zuwanderung wird zwar als Teil des gesellschaftlichen Wandels wahrgenommen. Es ist jedoch nicht die Migration für sich, die Angst bereitet, sondern es sind die Begleiterscheinungen von Wachstum wie Bautätigkeit, Verkehrsbelastung oder Verarmung des Soziallebens. Dabei wird auch deutlich, dass eine Mehrheit der Befragten viel Wert auf die lokalen Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten legt.

Diskurse über das Fremde - Eine Chronik zu politischen Initiativen und Gegenentwürfen in der Schweiz

Im Zuge der «Schwarzenbach-Initiative» äusserte sich die Schweizer Stimmbevölkerung 1970 erstmals zur «Überfremdung». Seither ist die Zuwanderung regelmässig Gegenstand hoch-emotionaler Debatten und politischer Vorstösse. Die Studie zeichnet die Geschichte einer 50-jährigen Rhetorik von Abwehr und Fremdenfeindlichkeit nach – und zeigt, dass es immer auch Gegenentwürfe gab, zugunsten einer offenen und fortschrittlichen Schweiz.

Weitere Studien