Mitglieder

Präsident

Walter Leimgruber

Walter Leimgruber studierte Geschichte, Geographie und Volkskunde an der Universität Zürich und promovierte in Geschichte zur amerikanischen Afrikapolitik unter Präsident Kennedy. Er war als Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten, als Ausstellungsmacher, Redaktor und Kurator für das 20. Jahrhundert im Schweizerischen Landesmuseum tätig.
Seit 2001 ist er Professor für Kulturanthropologie an der Universität Basel mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Migration, kulturelles Erbe, Kulturpolitik, materielle und visuelle Kultur.

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«Wir müssen lernen, Migration nicht einfach als Problem zu sehen, das es zu beseitigen gilt, sondern mit ihr auf sinnvolle Art und Weise umzugehen und ihr Potential zu nutzen.»

   

Vize-Präsidium

Fiammetta Jahreiss

Fiammetta Jahreiss, gebürtige Italienerin, studierte an der Uni Florenz Anglistik, Germanistik und Sprachwissenschaft. Seit 1978 lebt sie in der Schweiz und ist Doppelbürgerin. Sie war 14 Jahre lang Mitglied des Stadtparlaments in Zürich und während dieser Zeit u.a. Präsidentin der Bürgerrechtskommission und Ratspräsidentin. Ihre politischen Schwerpunkte setzte sie in den Bereichen der Bildung, Kultur und Migration. Von 2001-2016 war sie Leiterin der Regionalstelle Zürich der Stiftung ECAP, einem Institut für Erwachsenenbildung, welches die soziale und berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz durch gezielte Bildungsangebote fördert. Seit kurzem ist sie im Ruhestand.

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«Es ist wichtig, in der Migrationspolitik objektive Grundlagen zu schaffen, als Denkanstoss für Politik und Institutionen, als Beitrag zur Meinungsbildung im Allgemeinen und als Basis für eine Gesellschaft, die Vielfalt als Chance erkennt.»

   

Etienne Piguet

Etienne Piguet ist Professor für Migrationsgeografie an der Universität Neuenburg. Seine ersten Erfahrungen im Asylbereich sammelte er in den 1990er-Jahren als Vertreter des Schweizerischen Roten Kreuzes bei Asylanhörungen. Seine Forschungen bezogen sich auf die Verteilung der Asylanträge in Europa, die Eingliederung der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt sowie die Migrationspolitik der Schweiz im Allgemeinen. Seit kurzem beschäftigt er sich auch intensiver mit der Frage der Klimaflüchtlinge. In diesem Zusammenhang hat er am Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) teilgenommen. Etienne Piguet ist Vorsitzender des Ausschusses für Bevölkerungsgeografie der International Geographical Union. Er schreibt den Blog «politique migratoire» auf der Website der Zeitung «Le Temps».

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«Das Engagement in der EKM ist eine einzigartige Gelegenheit, Migrationsfragen mit Fachpersonen, die unterschiedlichste Facetten dieser Themen kennen, zu erörtern – und vielleicht sogar gewisse Dinge zu verändern…»

   

Mitglieder

Hélène Agbémégnah

Nach ihrem Jurastudium an der Universität Genf war Hélène Agbémégnah im humanitären Völkerrecht tätig. Im Rahmen ihrer Aktivitäten kam sie mit mehreren im Bereich der Migration tätigen Organisationen in Berührung. Im Kanton Freiburg hat sie darüber hinaus drei Jahre lang als Rechts- und Sozialberaterin in einer Vereinigung zum Schutz von Migrantenrechten gearbeitet. Sie hat ferner an der Entwicklung von Projekten zur Bekämpfung von Rassismus mitgewirkt.
Derzeit ist sie verantwortlich für das Dossier Migrationspolitik sowie für arbeitsrechtliche Angelegenheiten bei Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden.

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«Mit vier Landessprachen und einem einzigartigen demokratischen System stellt die Schweiz unter Beweis, dass das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Mentalitäten durchaus funktionieren kann. Aus diesem Grund sollte sich die Schweiz in ihrer Migrationspolitik auch weiterhin aufgeschlossen zeigen, um die neuen Herausforderungen der Migration anzupacken.»

   

Veronica Almedom

Veronica Almedom migrierte mit ihrer Familie Ende der 1980er Jahre in die Schweiz, als in ihrer eritreischen Heimat ein Bürgerkrieg herrschte. Sie absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in Lausanne und spezialisierte sich anschliessend im Bereich Kommunikation.
Seit 2013 setzt sie sich aktiv für die Bevölkerung von Eritrea ein. Sie hatte mehrmals die Gelegenheit, für längere Zeit nach Eritrea zurückzukehren. Diese Momente waren reich an Erfahrungen. Seit 2013 zielt ihr Engagement darauf, verschiedene Gruppen der Schweizer Zivilgesellschaft für das Thema der Menschenrechte zu sensibilisieren. In Eritrea stehen diese Fragen im Zentrum der aktuellen Migrationskrise.

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«Migrationsfragen hatten eine direkte Auswirkung auf mein Leben, und ich habe daraus eine persönliche Mission gemacht. Die Integration der Eritreer in die Schweizer Gesellschaft liegt mir sehr am Herzen.»

   

Osman Besic

Osman Besic studierte Public Health und ist seit über 15 Jahren in den Bereichen Public Health, Migration und Gesundheit aktiv. Er leitete Projekte in den Themenfeldern transkulturelle Kompetenz und transkultureller Wandel, rassistische Diskriminierung im Gesundheitswesen sowie Gesundheitskompetenz. Er engagiert sich als Vorstandsmitglied von Femmes-Tische und Väter-Foren sowie Iamaneh Schweiz.
Osman Besic ist heute beim Schweizerischen Roten Kreuz als stellvertretender Departementsleiter Gesundheit und Integration sowie Leiter der Abteilung Gesundheit und Diversität tätig.

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«Tatsächliche Bedrohungen für unsere Gesellschaften sind nicht Migranten und Flüchtlinge, sondern die ungleiche Verteilung von Ressourcen und die Folgen von nationalistisch orientierter Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik.»

   

Georg Blum

Georg Blum leitet seit 1999 das Amt für Migration des Kantons Zug und ist Mitglied der Vereinigung der Kantonalen Migrationsbehörden VKM. Er studierte Jurisprudenz an der Universität Zürich und war nach seinem Abschluss beim Bezirksgericht Baden sowie bei der Fremdenpolizei des Kantons Aargau tätig.

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«Die Schweiz ist ein souveränes Land mit einer begrenzten Aufnahmekapazität. Ziel muss es sein, dank kontrollierter Migration qualitativ zu wachsen und eine freie, innovative und integrierte Gesellschaft zu bleiben.»

   

Ana Caldeira Tognola

Geboren in Porto, zog Ana Caldeira Tognola im Jahr 1975 mit ihrer Familie nach Nyon. An der Universität Lausanne studierte sie Sprach- und Literaturwissenschaften und wurde anschliessend in die Chambre Consultative des Etrangers de Lausanne und in die Commission Consultative des Etrangers aufgenommen. Parallel dazu nahm sie im Namen der Fédération des Associations Portugaises de Suisse am Forum für die Integration der Migranten in Bern teil. Anschliessend lebte sie neun Jahre lang in Afrika.
Seit Mai 2015 leitet sie die interkulturelle Bibliothek LivrEchange in Freiburg. Mittlerweile hat sie ihr Engagement in der Fédération des Associations Portugaises de Suisse wieder aufgenommen. Im Februar 2017 wurde sie in den Beirat des Konsularbezirks von Bern berufen.

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«Es ist unerlässlich, dass die soziale, kulturelle und sprachliche Vielfalt Anerkennung findet und angemessen gewürdigt wird. Hierzu kann die Förderung der Zwei- und Mehrsprachigkeit auf nationaler Ebene einen wesentlichen Beitrag leisten.»

   

Martina Caroni

Martina Caroni ist Juristin und Professorin an der Universität Luzern. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte umfassen das Migrationsrecht, das allgemeine Völkerrecht, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht sowie das Staatsrecht (insbesondere politische Rechte, Grundrechte und Organisationsrecht). Der Professur ist die Forschungsstelle für Menschenrechte in Südostasien angegliedert. Zudem ist Martina Caroni am NCCR On the Move und am universitären Forschungsschwerpunkt Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung beteiligt sowie Direktorin der Lucerne Academy for Human Rights Implementation.

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Bereichsleiter Migration bei der Unia

Carmel Fröhlicher

Carmel Fröhlicher ist Psychologin FSP, Gründungs- und Vorstandsmitglied von CRAN (Carrefour de reflexion et d‘action contre le racisme anti-noir) sowie Co-Präsidentin von EquipePep (Projekt für duale Berufsausbildung und Recycling in Port de Paix, Haiti). Bis zu ihrer Pensionierung 2014 arbeitete sie als Psychotherapeutin in eigener Praxis in Zürich mit Fokus auf Themen rund um Migration und Identität. In Haiti geboren, studierte Carmel Fröhlicher Französisch und Didaktik am Hunter College, New York, USA und Sozialpsychologie an der Universität Zürich, mit Weiterbildungen zur Gestaltpsychotherapeutin am Institut für Integrative Gestaltpsychotherapie in Würzburg, Deutschland.

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«Die Herausforderungen und Probleme von Migration und Integration waren in meinem Leben stets präsent. Um Menschen zu unterstützen habe ich verschiedene zivilgesellschaftlichen Initiativen initiiert und unterstützt, z.B. Women of Black Heritage»

Stadtrat von Winterthur und Vertreter des Schweizerischen Städteverbandes

Constantin Hruschka

Constantin Hruschka – Historiker und Jurist – ist seit Herbst 2014 Leiter der Abteilung Protection der Schweizerischen Flüchtlingshilfe sowie Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz und Deutschland. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen über Asyl und Migration mit Schwerpunkt auf das Thema der Verteilung von Schutzsuchenden in Europa. Des Weiteren engagiert er sich im Rahmen von Refugee Law Clinics und Vernetzungsprojekten zwischen Wissenschaft und Praxis im europäischen Kontext. Von 2004 bis 2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Rechtsanwalt bei UNHCR tätig.

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«Als Vertreter der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH stehe ich für unser Motto ‹Flüchtlinge schützen, Menschenwürde wahren›. Ich bin froh, in der EKM in einer offenen Diskussion die praktische Sicht der Hilfswerke einbringen zu können.»

   

Jean-Claude Huot

Jean-Claude Huot arbeitet als Seelsorger und unterstützt Personen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten im Arbeitsleben sowie bei der Suche nach einer Anstellung. Diese Begleitung ist nicht nur menschlich und sozial, sondern hat auch eine spirituelle Dimension, da es sich um eine Gemeinschaftsaktion der katholischen und protestantischen Kirche des Kantons Waadt handelt. Zuvor arbeitete Jean-Claude Huot für das Fastenopfer, Public Eye, die Kommission Justitia et Pax (Beratungsorgan der Schweizer Bischofskonferenz) sowie für religiöse Fernsehsendungen. Er schloss sein Studium in Sprach- und Literaturwissenschaften im Jahr 1983 an der Universität Neuenburg ab.

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«Man muss sich vor Augen halten, dass die Güter der Erde für uns alle bestimmt sind. Es ist daher legitim, dass jene, die dort, wo sie geboren sind, nicht genug zum Essen haben, dorthin ziehen, wo sie ein würdiges Leben führen können.»

   

Radouan Jelassi

Radouan Jelassi ist interkultureller Mediator, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Imam. Er hat interkulturelle Mediation und interkulturelles Übersetzen studiert und ist derzeit Doktorand im Bereich Kommunikationswissenschaften an der Universität Lugano. Radouan Jelassi engagiert sich sowohl als Leiter des Schweizer Forums für interkulturellen und interreligiösen Dialog wie auch als Imam bei der Lega dei Musulmani in Ticino und als Mitglied des Beratungsausschusses des Centre Suisse Islam et Société (CSIS) an der Universität Freiburg.

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«Das Engagement in der EKM ermöglicht es mir, den Migranten und ihren Problemen gegenüber den Bundesbehörden eine Stimme zu verleihen. Mein Ziel ist es, gute Praktiken sowie verschiedene Formen der Teilhabe von Immigranten an der Gestaltung der Schweiz zu fördern.»

   

Dieter Kläy

Dieter Kläy studierte Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaften an der Universität St. Gallen sowie Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen (Executive MBA HSG). Er ist seit 2012 beim Schweizerischen Gewerbeverband sgv als Ressortleiter Arbeitsmarkt, Mobilität und Wirtschaftsrecht tätig. Er ist Mitglied der Tripartiten Kommission Bund (TPK) und der Tripartiten Kommission ILO (TPK ILO) sowie Mitglied der Eidgenössischen Arbeitskommission (EAK) und der Aufsichtskommission für den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung. Des Weiteren ist Dieter Kläy als Präsident der Berufsbildungskommission des kantonalen Gewerbeverbands Zürich aktiv und Vizepräsident des Zürcher Kantonsrates.

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«Ich engagiere mich in der EKM, um die Stimme des Gewerbes in die migrationspolitische Diskussion einzubringen, denn eine zielgerichtete Migrationspolitik ist nicht ohne die Mitwirkung und den frühzeitigen Einbezug der Wirtschaft möglich.»

 

Albana Krasniqi Malaj

Seit 2008 leitet Albana Krasniqi Malaj die Université Populaire Albanaise in Genf (UPA). Zuvor arbeitete sie im Bundesamt für Flüchtlinge und anschliessend im DIP in Genf als Dozentin und Elternberaterin sowie im SJAC in Onex als Erwachsenenbildnerin. Sie studierte Übersetzungswissenschaften und Französisch als Fremdsprache (FLE) an der Universität Tirana in Albanien. In der Schweiz bildete sie sich in Mediation und Konfliktmanagement sowie in Schweizer Sozialpolitik, interkultureller Kommunikation und Erwachsenenbildung weiter.
Ihr gesellschaftliches Engagement ist geprägt durch ihre Mitwirkung in gemeinnützigen Organisationen, darunter Alternative Médiation, die Plattform Albinfo.ch, die Ligue des Enseignants sowie Parents Albanais.

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«Die EKM ist eine Denkfabrik für gesellschaftliche Fragen, die ihren Schwerpunkt auf das Thema Migration legt. Die Bündelung der Kompetenzen von Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Bereichen trägt dazu bei, die Debatte zu bereichern und die Gesellschaft mit all ihrer Vielfalt als untrennbare Einheit zu betrachten.»

   

Thomas Kunz

Dr. Thomas Kunz ist seit siebzehn Jahren Direktor der AOZ (Asyl-Organisation Zürich), einer Fachorganisation im Flüchtlings-, Migrations- und Integrationsbereich. Er studierte Pädagogik und Philosophie an der Universität Zürich. Er war in der offenen Jugendarbeit tätig und promovierte zu diesem Thema. Später leitete er viele Jahre die Wohn- und Obdachlosenhilfe in der Stadt Zürich.
Er ist Präsident der Prüfungskommission der Eidgenössischen Berufsprüfung Migrationsfachfrau/Migrationsfachmann.

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«Integration geschieht immer und überall und ist in einer heterogenen und globalen Gesellschaft nie abgeschlossen. Es ist eine Aufgabe aller – Alteingesessener wie auch Neuzugezogener –, sich in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft immer wieder neu zu orientieren.»

   

Andrea Lanfranchi

Prof. Dr. Andrea Lanfranchi ist eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut sowie Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP und Sonderpädagoge. Er ist Leiter des Instituts Professionalisierung und Systementwicklung an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Zürich. Er führt Forschungsprojekte im Bereich Migration – Schule – Familie – Integration durch und ist Herausgeber zahlreicher Publikationen zu diesen Themen. 

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«Bildungschancen sind in der Schweiz ungleich verteilt, und die Grenzlinie verläuft nicht selten über den andersfarbigen Pass. Ich setze mich für eine Migrationspolitik ein, welche Teilhabechancen fördert und Ausgrenzungsrisiken reduziert.»

   

Reto Lindegger

Reto Lindegger studierte Geschichte, französische Sprach- und Literaturwissenschaft und Recht. Er ist seit 2014 als Direktor des Schweizerischen Gemeindeverbandes tätig. Zuvor war er in Kaderfunktionen bei der Schweizerischen Asylrekurskommission und dem späteren Bundesverwaltungsgericht sowie Direktionssekretär in der Präsidialdirektion der Stadt Biel. Er ist heute als Stiftungsrat bei der Stiftung Stadtbibliothek Biel und der Vorsorgestiftung Comunitas engagiert und Vorstandsmitglied beim Trägerverein Energiestadt, bei European Energy Award und der Organisation Kommunale Infrastruktur.

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«Migration ist für alle drei Staatsebenen eine der grossen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Die Schweizer Politik sollte eine sachliche, durchaus auch kritische, aber weniger emotionale Migrationsdebatte führen.»

   

Daniella Lützelschwab Saija

Daniella Lützelschwab Saija studierte Jura an der Universität Basel. 1995-2000 war sie juristische Mitarbeiterin bei einer Rechtsschutzversicherung. 2000-2014 war sie als Mitglied der Geschäftsleitung sowie Leiterin der Arbeitgeberpolitik bei Swissmem/ASM (Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie) tätig. Heute leitet sie das Ressort Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht beim Schweizerischen Arbeitgeberverband und ist Verantwortliche für alle Rechtsfragen und arbeitgeberrelevanten politischen Themen in diesen Bereichen.

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«Die Unternehmen in der Schweiz benötigen Arbeits- und Fachkräfte aus dem Inland und dem Ausland. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch für letztere attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und sie auch in unsere Gesellschaft integrieren. Dafür benötigen wir die richtigen Rahmenbedingungen.»

 

Inés Mateos

Inés Mateos ist freischaffende Beraterin, Fachexpertin, Moderatorin und Dozentin für Bildungs- und Diversitätsfragen. Der Transfer zwischen Theorie, Praxis und Gesellschaft ist dabei zentral. Sie verfügt über langjährige vielfältige Erfahrung, arbeitet wissenschaftlich wie auch praxisorientiert und pflegt ein weit verzweigtes lokales, nationales und internationales Beziehungsnetzwerk. Sie ist mehrsprachig und plurikulturell.

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«Migration ist nicht nur für die Schweiz, sondern weltweit eine Realität – und das nicht erst seit gestern. Erst wenn wir diese Tatsache und damit die zugewanderten Menschen anerkennen, wird die Schweiz ihr ganzes Potential entfalten können.»

   

Eva Palasthy

Von 1990 bis 2005 war Eva Palasthy als pädagogische Assistentin der Leitung des postobligatorischen Bereichs des Kantons Waadt tätig. Zuvor arbeitete sie als Dozentin für Berufsschullehrer am ISPFP sowie als Dozentin für Humanwissenschaften an der EPSIC. In Ungarn geboren, war ihre Kindheit wiederholt geprägt von der Migration ihrer Familie in verschiedene Länder auf der Suche nach Schutz und einem Sicheren Ort. Eva Palasthy hat einen Hochschulabschluss in moderner Geschichte sowie in Familienwissenschaften und Sexologie von der Universität Louvain in Belgien. Sie hat mehrere fortlaufende Ausbildungen in den Bereichen Psychologie, Pädagogie und sexuelle Gesundheit abgeschlossen und sich darüber hinaus in diversen Vereinigungen im Bereich Familienplanung und sexuelle Bildung engagiert.

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Dragica Rajcic Holzner

Dragica Rajcic Holzner ist heute als freie Autorin und soziokulturelle Animatorin tätig (v.a. in Projekten mit Kindern und Jugendlichen). Sie wurde 1959 in Split, Kroatien, geboren und veröffentlichte noch im Gymnasium in Split erste Gedichte und Kurzprosa. 1978 kam sie zum ersten Mal in die Schweiz und begann Texte auch in deutscher Sprache zu schreiben. 1986 erschien ihr erster deutscher Gedichtband «Halbgedichte einer Gastfrau». Es folgten weitere Buchveröffentlichungen, Engagements in der humanitären Arbeit, Öffentlichkeitsarbeit über den Krieg in Kroatien sowie fünf Jahre als Redaktorin der Migranten-Zeitschrift «Integration» für den Kanton St. Gallen. Sie wurde u.a. mit dem Adalbert-von-Chamisso-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet und war neun Jahre lang Mitglied im Stiftungsrat der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia.

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Heimat

Denke ich
Am ostlichen Fenster
zum kirchbaum gelehnt
denke ich
am seidenmond nacht
verwildete katzen welche liebeslied
mjauen
heimat denke ich
kann Uns entbehren
aber
ihr Zauber vervolgt Uns wie schatten

Aus «Halbgedichte einer Gastfrau», S.17

   

Simon Röthlisberger

Simon Röthlisberger studierte Ethnologie, Politikwissenschaften und Archäologie an den Universitäten Bern und Kopenhagen und schloss kürzlich eine Weiterbildung zum Verbandsmanager ab. Wie Integrationsarbeit lokal geleistet wird, lernte er vor Jahren als Präsident der Informationsstelle für Ausländerinnen und Ausländerfragen isa in Bern sowie durch sein Engagement in der Lokalpolitik. Beim Schweizerischen Roten Kreuz arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Grundlagen und Migration. Anschliessend wechselte er als Beauftragter für Migration zum Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund. Seit Anfang 2017 ist er zudem Geschäftsführer der Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende.

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«Minderheiten, Zugewanderte und Schutzsuchende haben Recht auf Rechte. Jede und jeder in der Schweiz kann aber auch seinen Beitrag leisten, um Integrationsprozesse zu begünstigen – in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz und auch in der Schule.»

   

Daniela Sebeledi

Vertreterin der Schweizerischen Konferenz der Fachstellen für Integration (KoFI)

Iris Seidler-Garot

Der Erstausbildung zur Hotelfachfrau folgten viele Jahre Auslandaufenthalt, vornehmlich im nordafrikanischen Raum. Iris Seidler-Garot hat somit in ihrem Leben längere Zeit als Migrantin im Ausland gelebt als in ihrem Heimatland Deutschland. Seit 12 Jahren lebt sie in der Schweiz und arbeitet in der Kommunikationsabteilung bei Grün Stadt Zürich. Neben dem Engagement bei der EKM unterstützt sie seit mehreren Jahren auf direktem Weg eine balinesische Familie, indem sie für die Ausbildung der Kinder aufkommt.

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«Als Migrantin weiss ich, dass einem sehr schnell sehr unwohl wird, wenn man sich nicht willkommen fühlt. Umso wichtiger ist es, auf die Ängste der Bevölkerung nicht mit polemischen Halbwahrheiten, sondern mit fundierten Informationen zu reagieren.»

   

Laavanja Sinnadurai

Laavanja Sinnadurai ist als Schweizerin mit tamilischen Wurzeln zwischen zwei Kulturen aufgewachsen. Früh hat sie begonnen zwischen der tamilischen Diaspora und der Schweizer Bevölkerung eine Brückenfunktion auszuüben. An den Universitäten Bern und Paris Descartes studierte sie Rechtswissenschaften und absolvierte im Herbst 2015 den Master of Law. Gleichzeitig hat sie an der Berner Fachhochschule den CAS Mediation und Kommunikation im interkulturellen Kontext absolviert. Zu ihren Nebentätigkeit gehört das Dolmetschen, einerseits für die Justiz- und Strafverfolgungsbehörden andererseits auch im privaten Bereich.

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«Durch meine Ausbildung sowie die Erfahrungen aufgrund meines Migrationshintergrundes habe ich gelernt, die Bedürfnisse der hiesigen Migrantengruppen wahrzunehmen. Als junges Mitglied der EKM möchte ich die Bedürfnisse der Migranten einbringen und die Stimme der jungen Secondos sein.»

Sibylle Stolz Niederberger

Ihr Studium in Ethnologie, Soziologie und Islamwissenschaften schloss Sibylle Stolz Niederberger im Jahr 2000 mit einer Lizentiatsarbeit zur Integrationspolitik in der Schweiz und in Luzern ab. Seit 2000 ist sie Integrationsbeauftragte der Stadt Luzern. Sie baute die Integrationspolitik und die Fachstelle Integration der Stadt Luzern auf. Dies beinhaltet neben der spezifischen Integration (Willkommenskultur, Beratung der Stadtverwaltung zu interkulturellen Fragen, Förderung von Integrationsprojekten), auch den Aufbau der Frühen Förderung und der Quartier- und Stadtteilpolitik. Sibylle Stolz-Niederberger war seit der Gründung und bis 2016 im Vorstand der Konferenz der kantonalen, regionalen und kommunalen Integrationsdelegierten.

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«Mein Beruf als Integrationsbeauftragte gibt mir die Möglichkeit, gemeinsam mit den vielen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren auf lokaler Ebene die Chancen des interkulturellen Zusammenlebens zu nutzen und Herausforderungen aktiv anzupacken.»

   

Mariano Tschuor

Mariano Tschuor ist in Surselva im Bündner Oberland geboren und aufgewachsen. Nach dem Gymnasium schnupperte er erste Journalistenluft bei der Bündner Zeitung. Danach war er als Dramaturg und Schauspieler an den Theatern Hof und Chur tätig. Seit 1982 ist Mariano Tschuor Journalist, Moderator, Redaktor und Produzent bei der Radiotelevisiun Svizra Rumantscha und beim Schweizer Fernsehen. Er ist Redaktionsleiter «Volkskultur» bei SRF, Chefredaktor und Direktor von RTR sowie Mitglied der nationalen Geschäftsleitung SRG SSR. Seit Oktober 2014 leitet er den zentralen Stabsbereich «Märkte und Qualität» der SRG in Bern. Weiter engagiert er sich in der Jury der Civis Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa.

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«Unsere Gesellschaft ist vital und untersteht der Gesetzmässigkeit der Veränderung. Migration hat viel mit Vitalität zu tun, auch und gerade bei Flüchtlingen, die vor dem Elend fliehen. Gesellschaftspolitisch und kulturell ist Migration das zentrale Thema in Mitteleuropa: Wie schaffen wir es, zusammenzuwachsen?»

   

nach oben Letzte Änderung 12.10.2017