Empfehlungen und Publikationen

Empfehlungen: Citoyenneté – Partizipation neu denken

«Citoyenneté» – Partizipation neu denken

Die EKM setzt sich für die Förderung der politischen Partizipation der Ausländerinnen und Ausländer ein. Einerseits empfiehlt sie die politische Integration durch das Stimm- und Wahlrecht auf kantonaler und kommunaler Ebene. Andererseits sollen die nicht institutionalisierten Formen der politischen Partizipation gefördert werden. Damit spricht sie sich für einen Perspektivenwechsel in der Diskussion um Integration aus. Nicht nur klassische Partizipationsrechte sind bei der Integration der ausländischen Bevölkerung zu berücksichtigen, sondern politische Partizipation ist generell neu zu denken. Damit plädiert die EKM für die Förderung der aktiven Bürgerschaft im Sinne von «Citoyenneté».

Politische Partizipation von Ausländerinnen und Ausländern ist ein zentrales demokratisches Anliegen. Sie sichert die demokratische Legitimation der Schweiz und fördert die Integration der Bevölkerung. Die EKM stellt sich auf den Standpunkt, dass die Menschen, die sich langfristig innerhalb der nationalen Grenzen aufhalten und niedergelassen haben, als Bürgerinnen und Bürger, als Citoyens anerkannt werden sollen. Nicht institutionalisierte Formen der politischen Teilhabe und Teilnahme, welche durch die Freiheitsrechte gesichert werden, gilt es zu fördern. Gleichzeitig ist die Legitimation der Demokratie durch eine breite Mitsprache zu gewähren. Die EKM empfiehlt, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner, die sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen – ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit – als «Citoyens» wahrgenommen und als solche behandelt werden. Das Stimmrecht in Kanton und Gemeinde ist daher nicht von der Nationalität, sondern vom Wohnsitz abzuleiten. Die EKM unterstützt eine umfängliche politische Integration und damit die Ausweitung der politischen Rechte für die ausländische Bevölkerung auf kantonaler und kommunaler Ebene.


terra cognita: Citoyenneté

terra cognita 17: Citoyenneté

«Citoyenneté» heisst die 17. Ausgabe der Zeitschrift «terra cognita» und ist damit dem Jahresthema 2010 gewidmet. Die Autorinnen und Autoren machen deutlich, dass die Frage, wer Bürgerin oder Bürger ist und was dies beinhaltet, sehr unterschiedlich beantwortet werden kann. Citoyenneté muss definiert werden. Die Beiträge beleuchten die vielseitigen Dimensionen der Citoyenneté und machen diesen abstrakten Begriff fassbar.


Materialien zur Migrationspolitik: Citoyenneté

Citoyenneté

In der Publikation «Citoyenneté – Zugehörig sein, teilhaben und Verantwortung übernehmen oder Partizipation neu verstehen» befasst sich der Autor Christoph Keller mit dem Konzept Citoyenneté und dessen praktischer Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger im alltäglichen Leben. Es wird aufgezeigt, wie die ausländische Bevölkerung am gesellschaftlichen Leben teilnimmt und wie sie ihre Rolle als aktive Bürgerinnen und Bürger leben können. Es ist ein Beitrag, der sich den Fragen stellt, wer Bürgerin oder Bürger ist, was aktive Bürgerschaft bedeutet und welche Funktionen ihr zukommen.


Jahrestagung 2010: Citoyenneté

«Citoyenneté» war auch Titel der Jahrestagung, welche am 4. November 2010 in Bern stattfand. Welche Möglichkeiten können eröffnet werden, damit die ausländische Bevölkerung als Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen wird? Die Tagung bot die Gelegenheit, um sich an der Diskussion zum Thema Citoyenneté zu beteiligen. Referenten aus der Praxis und der Wissenschaft äusserten sich zu Begriffen wie Zugehörigkeit, engagierte Teilhabe und Teilnahme, Rechte und Pflichten, Wahrnehmen von Verantwortung und Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. Damit lieferten sie einen Betrag zu einem besseren Verständnis des Konzepts der Citoyenneté und unterstützten eine fundierte Diskussion zum Thema aktive Bürgerschaft.

Jahrestagung 2010: Citoyenneté – Partizipation neu denken


Mitreden und Mitgestalten: Strukturelle Partizipation in den Kantonen

nach oben Letzte Änderung 18.12.2017