Citoyenneté

« Ici, on s’honore du titre de citoyen »

In vielen Belangen haben Einheimische und Zugewanderte im schweizerischen Alltag die gleichen Rechte und Pflichten. Geht es aber um die Teilhabe im am öffentlichen Leben, dann macht der Pass oftmals den Unterschied.

Die Schweiz ist eine Migrationsgesellschaft. Auswanderung und Einwanderung prägen den Alltag. Fast ein Viertel der Wohnbevölkerung hat keinen Schweizerpass – davon etwa 380 000 Personen, die hier geboren und aufgewachsen sind.

Der Einbezug der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse ist für die Demokratie ein unverkennbarer Gewinn. Um die Legitimität unseres demokratischen Systems und seiner Strukturen zu gewährleisten, sollten daher möglichst breite Bevölkerungskreise nachhaltig in politische Prozesse einbezogen werden. Diese politische Partizipation im Sinne eines Engagements, um die Gesellschaft und die gesellschaftlichen Verhältnisse mitzugestalten, nennt die EKM «Citoyenneté». «Citoyens» bzw. «Citoyennes» sind demnach Personen, welche in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Geschehen ihres Gemeinwesens teilnehmen und dieses gemeinsam mit anderen gestalten.

Position der EKM

Die Schweiz profitiert vom Innovations- und Pioniergeist der Ausländerinnen und Ausländer. Die EKM ist daher der Ansicht, dass Ausländerinnen und Ausländer, die sich in der Schweiz niedergelassen haben, als «Citoyennes» und «Citoyens», das heisst als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft, anerkannt werden sollten.

Als solche sollten sie mit politischen Rechten ausgestattet werden und bei der Gestaltung der Gesellschaft, die sie mitprägen, auch mitreden dürfen. Auf dem Spiel steht nicht weniger als die Legitimität unserer Demokratie. Für die EKM ist die Zeit zum Handeln gekommen. Sie plädiert für einen Perspektivenwechsel: Alle Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landes sollen unabhängig von ihrer Nationalität als «Citoyens» betrachtet und behandelt werden. Diese Anerkennung ist notwendig, damit sie als «Citoyennes» und «Citoyens» handeln und die gesellschaftlichen Verhältnisse aktiv mitgestalten können. Der Einbezug der gesamten Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

 

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nach oben Letzte Änderung 02.05.2019