Laufende Projekte

Trägerschaft: EKM und Migros Kulturprozent

Aufgrund des grossen Erfolges der Projekte des Förderprogrammes 2012/2013 lancieren die Eidgenössische Kommission für Migrations-fragen EKM und das Migros-Kulturprozent die zweite Ausschreibung des Förderprogrammes contakt-citoyenneté. Prämiert werden überzeu-gende Projektideen, welche die Qualität im interkulturellen Zusam-menleben fördern und in freiwilligem Engagement umgesetzt werden. Die ausgewählten Projekte werden dabei wiederum durch die Projekt-trägerschaft und die zuständigen Integrationsfachstellen bei der Um-setzung unterstützt.

www.contakt-citoyennete.ch

Projektkoordination
Luzia Kurmann
E-mail: luzia.kurmann( )mgb.ch

Trägerschaft: Verein RECIF

RECIF ist ein Begegnungs- und Lernzentrum sowie ein Ort des interkulturellen Austausches für Migrantinnen. Das vom Verein RECIF initiierte Projekt geht von der Beobachtung aus, dass nur wenige Frauen, die an den Aktivitäten von RECIF teilnehmen, auch Führungsrollen innerhalb des Vereins übernehmen wollen. Wenn diese Frauen schon in einem ihnen vertrauten und familiären umfeld zögern, sich aktiv einzubringen, wie sollten sie sich dann im öffentlichen Leben aktiv beteiligen? Das Projekt «Migrantes et citoyennes actives» versteht das Vereinsumfeld als intermediär zwischen privaten und öffentlichen Räumen und somit als geeignetes Lernterrain für eine aktive Bürgerschaft.
In einem ersten Schritt soll das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt werden, mit dem Ziel, ihnen öffentliche Wortmeldungen zu erleichtern. Um eine aktive Teilhabe am öffentlichen Leben zu fördern, zielt eine zweite Etappe darauf hin, die Teilnahme der Frauen an Entscheidprozessen innerhalb des Vereis zu fördern. Schliesslich sollen in einem dritten Schritt vertiefte Kenntnisse über demokratische Abläufe und über Grundrechte vermittelt werden. Indem den Frauen die Möglichkeit gegeben wird, in einem vertrauten Rahmen eine aktive Rolle einzunehmen, trägt das Projekt dazu bei, deren Mitwirkung in der breiteren Öffentlichkeit zu fördern.

Projektkoordination
Nathalie Ljuslin
E-mail: 2000( )recifne.ch

Trägerschaft: FIMM Schweiz

In der Schweiz leben ungefähr 1,8 Millionen Menschen ohne Schweizer Pass und damit ohne oder mit eingeschränktem Mitspracherecht in politischen Belangen. Das Projekt zielt auf die Planung und Durchführung von Migrantensessionen. Einerseits will es Organisationen, Vereine und weitere Migrantenkreise vernetzen, andererseits mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer schulen. Das Projekt wird in vier Phasen umgesetzt. Jede Phase ist ein in sich geschlossenes Projekt. Im Hinblick auf eine eidgenössische Session werden regionale Anlässe durchgeführt.
In dieser ersten Phase werden in den Grossregionen Netzwerke aufgebaut und zusammengeführt. Für die Grossregionen der Schweiz vernetzen sich Koordinatoren/Koordinatorinnen mit Multiplikatoren/Multiplikatorinnen und weiteren Schlüsselpersonen, welche die Vielfalt der Migrantenkreise widerspiegeln.

Projektkoordination
Christine Müller
E-mail: christine.mueller( )fimm.ch

Trägerschaft: Verein Albinfo

Im Jahr 2009 reichte der Verein albinfo.ch bei der DEZA und bei der EKM ein Projekt ein, welches darauf hin zielte, mit dem Kommunikationsmittel Internet sowohl die Integration der schweizerischen Gesellschaft zu fördern wie auch einen Beitrag an die Entwicklung in den albanischsprachigen Herkunftsländern zu leisten.
Dieses transnational ausgerichtete Integrationsprojekt verfolgt drei Ziele: Erstens will es die soziale Eingliederung der albanischsprachigen Bevölkerung, die in der Schweiz lebt oder früher einmal in der Schweiz gelebt hat fördern, zweitens will es auf die spezifischen Informations- und Dienstleistungsbedürfnisse der albanischsprachigen Bevölkerung eingehen, indem es Themen aus den Herkunftsländern und der Schweiz aufnimmt, und drittens will es die albanischsprachige Bevölkerung befähigen, sowohl in den Herkunftsländern als auch in der Schweiz eine wichtigere Rolle in Integrations- und Entwicklungsprozessen zu spielen.
Die DEZA und die EKM haben das Projekt während der Aufbau- und der Übergangsphase begleitet (vergleiche http://www.ekm.admin.ch/content/ekm/de/home/projekte/citoyen/abgeschlossen.html#albinfo.ch). Das Projekt befindet sich gegenwärtig in der Konsolidierungsphase. Von Seiten des Bundes wird das Projekt gemeinsam von der DEZA, der EKM und dem BFM unterstützt.

Albinfo Phase I

Projektkoordination
Bashkim Iseni
E-mail: bashkim.iseni( )albinfo.ch

Trägerschaft: Conseil suisse des activités de jeunesse CSAJ-SAJV 

Das von der SAJV realisierte Projekt «Speak out» ist Teil des Projektes «Politische Partizipation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund» und wurde bereits 2009-2011 von der EKM unterstützt. Aufgrund der positiven Ergebnisse des Projektes entschied die SAJV, «Speak out» mit einigen Anpassungen und im Hinblick auf eine Festigung der bisherigen Errungenschaften in einer zweiten Pilotphase weiterzuführen. Langfristiges Projektziel ist die Verbesserung der Rechtslage unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender sowie die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen mit Jugendlichen, die sich sonst kaum Gehör verschaffen können. Die Massnahmen sollen nicht auf individuelle Probleme antworten, sondern generell auf den Status der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden Bezug nehmen.
Im Rahmen von regelmässigen Workshops sollen die Teilnehmenden die wichtigen politischen und zivilgesellschaftlichen Institutionen kennenlernen, sich über die positiven und negativen Aspekte ihres Aufenthaltes in der Schweiz austauschen und die Ergebnisse auch an die zuständigen Behörden herantragen. Alljährlich werden solche Workshops in verschiedenen Regionen der Schweiz organisiert, als ein- oder mehrtägige Anlässe oder als Camps. Hinzu kommen weitere Aktivitäten, wie die Teilnahme an der Jugendsession oder an Kolloquien und Seminaren. Die Jugendlichen haben die Gelegenheit, sich mit Personen aus Politik und Verwaltung auszutauschen sowie an den politischen Plattformen der SAJV mitzuwirken.

Projektkoordination
Georgiana Ursprung
E-mail: georgiana.ursprung( )sajv.ch

Trägerschaft: Bureau de l'intégration des étrangers et de la lutte contre le racisme, Delémont 

Im Kanton Jura erhalten Ausländerinnen und Ausländer das Stimm- und Wahlrecht, wenn sie sich zehn Jahre in der Schweiz, ein Jahr im Kanton und dreissig Tage in ihrer Wohngemeinde aufhalten. Die politische Partizipation dieser Bevölkerungsgruppe ist jedoch relativ gering. Um dies zu ändern, führt das Büro für Ausländerintegration und Rassismusbekämpfung zusammen mit den Städten Delsberg, Saignelégier und Pruntrut Informationsveranstaltungen über die Ausübung der politischen Rechte durch.
Damit diese Veranstaltungen zum gewünschten Erfolg führen, werden fiktive Abstimmungsunterlagen und eine Übersichtsbroschüre erarbeitet. Ein Film über die Bürgerbeteiligung soll erstellt und an den Veranstaltungen gezeigt werden. Die Teilnehmenden werden zudem Gelegenheit erhalten, verschiedene Persönlichkeiten aus der Politik kennenzulernen und etwas über den Werdegang von gewählten Politikerinnen und Politikern mit Migrationshintergrund zu erfahren.

Projektkoordination
Nicole Bart
E-mail: nicole.bart( )jura.ch

Trägerschaft: Association N'terractive, Hauterive 

Dieses Projekt, das vom Verein n’terractive entwickelt wurde, geht von der Feststellung aus, dass der staatbürgerliche Unterricht im Rahmen der obligatorischen Schule kaum Wirkung auf das staatbürgerliche Engagement der Jungen zeigt. Im Projekt geht es deshalb darum, an den Neuenburger Schulen eine aktive Staatsbürgerschaft zu fördern, die nicht nur auf dem Erwerb von Wissen und Fähigkeiten basiert, sondern auch auf Weltoffenheit und Interesse an den Herausforderungen des Zusammenlebens. Zu diesem Zweck werden Persönlichkeiten eingeladen, die den Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen berichten. Um das staatsbürgerliche Engagement in unserer gesellschaftlichen Realität zu verankern, erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich mit verschiedene Akteuren aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Sozialwesen auszutauschen.
Ziel dieses interdisziplinären Vorgehens ist es, sowohl Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln als auch die Meinungsbildung und -äusserung zu fördern und die Schülerinnen und Schüler auf eine aktive Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben vorzubereiten.

http://grainedegeniecitoyen.ch

Projektkoordination
Zahra Banisadr
E-mail: zahra.banisadr( )gmail.com

Trägerschaft: Verein Café citoyen Biennois

Das Projekt möchte erreichen, dass sich die Bieler Bevölkerung, unabhängig von Nationalität und politischer Einstellungen, stärker für die Gemeinschaft interessiert und engagiert. Denn die Herausforderungen und Probleme, denen sich eine Gemeinde stellen muss, werden immer komplexer, und die Bevölkerung interessiert sich immer weniger dafür. An Diskussionsrunden, die in verschiedenen Quartieren organisiert werden, können sich die Bewohnerinnen und Bewohner mit Fragen des öffentlichen Lebens auseinandersetzen und ihre unterschiedlichen Meinungen und Haltungen einbringen. Ausserdem werden in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen Informationen über Aufbau und Funktionieren des demokratischen Systems verteilt. Personen, die sich – im Rahmen des Projekts oder in anderen Organisationen – engagieren möchten, werden darin unterstützt.
Mit diesem Vorgehen zielt das Projekt darauf ab, nicht nur die öffentlichen Debatten in breiteren Kreisen zu führen und über das Funktionieren des politischen Systems zu informieren, sondern diese Kenntnisse auch in der lokalen Gemeinschaft und im Alltag der Quartierbewohnerinnen und -bewohner zu verankern. Ausserdem bietet es Gelegenheit, verschiedene Formen des gesellschaftlichen Engagements kennenzulernen und sich dafür zu begeistern.

Projektkoordination
Roland Gurtner
E-mail: roland( )gurtner.net

Trägerschaft: Stadt Lancy

Mit der Schaffung eines Quartiervertrags in Palettes-Bachet möchte die Stadt Lancy allen Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglichen, sich ganz konkret für die Verbesserung des Alltagslebens Stadtviertel einzusetzen, sowie den Kontakt zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Gemeindevertreterin-nen und -vertretern, Vereinen und Verbänden und der Stadtverwaltung her-stellen und vertiefen.
Die Bevölkerung wird sich damit in folgenden fünf Bereichen engagieren kön-nen: Lebensbedingungen, Belebung und Verschönerung des Quartiers, Integ-ration, Austausch zwischen den Generationen und Sicherheit. Die Bewohne-rinnen und Bewohner können auf verschiedene Arten aktiv werden. So können sie nicht nur Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens in ihrem Quartier einreichen, sondern auch in den verschiedenen Vertragsorganen, der Einwohnerversammlung, dem Steuerungsausschuss oder der Projektbeglei-tungsgruppe, mitmachen. 
Zur Umsetzung der Projekte werden eine Projektbegleitung und Weiterbildun-gen für die verschiedenen Vertragspartner angeboten.

www.lancy.ch

Projektkoordination
Eric Tondelier
E-mail: eric( )tondelier.ch

Trägerschaft: Direktion Bildung, Kultur und Sport Stadt Biel

Das Projekt «Migralto» basiert auf einer Studie, welche ein integratives und partizipatives Citoyenneté-Modell für die ältere Migrationsbevölkerung entwickelt hat. Mittels einer Umfrage in der Zielbevölkerung wie auch bei den im Bereich des dritten Lebensalters tätigen Organisationen und Verwaltungsdiensten konnte ein Katalog von Massnahmen erarbeitet werden, welcher auf die Bedürfnisse der betroffenen Personen ausgerichtet ist.
Die Pilotphase des Projektes sieht vor, dieses Modell in Biel mit der älteren Bevölkerung italienischer, spanischer und ev. portugiesischer Herkunft zu testen. Einerseits sollen die bestehenden Strukturen des Bereiches des dritten Lebensalters bei der Umsetzung ihrer Integrationspolitik unterstützt werden, indem ihnen konkrete Werkzeuge bereitgestellt werden. Andererseits erlaubt das Projekt älteren Migrantinnen und Migranten, an der Gestaltung und Umsetzung der Alterspolitik in ihrer Gemeinde mitzuwirken.

Projektkoordination
Emanuel Amrein
Email: emanuel.amrein( )biel-bienne.ch

Trägerschaft: Gemeinde Höri

Das Quartier Bückler-Gentert gehört zur Gemeinde Höri im Kanton Zürich und liegt direkt unter der nördlichen An- und Abflugschneise des Flughafens Zürich. Die Liegenschaften befinden sich in einem teilweise sehr schlechten Zustand, und das Quartier ist stark vom Fluglärm belastet. Die Quartierbewohner sind schlecht in die Gesamtgemeinde integriert, nehmen kaum am Gemeindeleben teil und bewegen sich vorwiegend im eigenen Kulturkreis oder leben sehr zurückgezogen. Aus diesen Gründen hat die Gemeinde mit dem Kanton Zürich einen Masterplan für das Quartier entwickelt. Einerseits sind bautechnische und infrastrukturelle Massnahmen vorgesehen, anderseits soll ein Citoyenneté-Projekt die Umsetzung dieses Masterplans mit einem Partizipationsprojekt begleiten. Ziel ist es, die mehrheitlich sozial benachteiligte und ausländische Wohnbevölkerung dazu zu bewegen, aktiv bei der Neugestaltung ihres Quartiers mitzuarbeiten. Dabei geht es primär um die Nutzung und die Gestaltung der öffentlichen Quartierstrukturen sowie um Integrationsangebote wie Sprachkurse und Frühförderangebote. Um die Teilhabe langfristig zu sichern, ist der Aufbau bleibender Strukturen für den Zusammenhalt, die Mitsprache und für die Integration der Quartierbevölkerung vorgesehen. Ein Quartierverein soll repräsentativer Gesprächspartner der Gemeinde werden.

www.hoeri.ch

Projektkoordination
Melanie Benz
Email: melanie.benz( )hoeri.ch

Trägerschaft: Interunido

Das Ziegelhofquartier ist ein kleines, aber räumlich klar abgegrenztes Quartier am süd-westlichen Rand der Stadt Langenthal. Dort leben viele Migranten und sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Da das Zusammenleben nicht selten Schwierigkeiten mit sich bringt, soll in diesem Quartier ein Entwicklungsprojekt angestossen werden, das den Bewohnern des Viertels dazu verhilft, Verantwortung in der Siedlung zu übernehmen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Quartierbewohner, Liegenschaftseigentümer, Stadtverwaltung und Vertreter der Politik sollen zusammen an der Verbesserung der Wohn- und Lebensumstände im Quartier arbeiten. Das Projekt beinhaltet die gemeinsame Formulierung von Bedürfnissen, die Definition von Themenfeldern und die Umsetzung von Massnahmen, welche den Bedürfnissen angepasst sind und sich positiv und langfristig auf die Wohnqualität im Quartier auswirken. Längerfristig ist der Aufbau einer Quartierorganisation vorgesehen, welche die Nachhaltigkeit der erbrachten Resultate sicherstellt.

www.interunido.ch

Projektkoordination
Thomas Niklaus
Email: t.niklaus( )interunido.ch

Trägerschaft: African Mirror Foundation und das Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern

In Partnerschaft mit dem Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern, lanciert die «African Mirror Foundation» ein Filmprojekt, in dem sich in der Schweiz lebende afrikanische Migantinnen und Migranten selbst darstellen können. Inspiriert von Videoproduktionen aus der nigerianischen Filmindustrie Nollywood soll dabei eine audiovisuelle Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Vorstellungen von Migranten stattfinden. Indem sie ihre Realität in ihrer eigenen Bildsprache einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, soll auf Klischees, Stereotypen und Vorurteile reagiert werden. Durch das Medium Film wird gerade auch bildungsfernen Menschen der Zugang zu Partizipation und Einflussnahme ermöglicht. Dabei werden afrikanische Migrantinnen und Migranten in der ganzen Schweiz aufgefordert, an der Entstehung des Drehbuchs und des Spielfilms mitzuwirken. Nach der Produktion wird der Film an verschiedenen Veranstaltungen vorgeführt. Anschliessende Diskussionsrunden, an denen sich die Produzenten und Regisseure sowie andere Mitwirkende am Film aktiv beteiligen, sollen die Zuschauer auf die Anliegen afrikanischer Migrantinnen und Migranten aufmerksam machen.

Walliser Bote: «Es herrschen oft pauschale Bilder über Migranten»

www.africanmirror.org

Projektkoordination
Emanuel Mark Bamidele
Email: info( )africanmirror.org

Trägerschaft: Reck Filmproduktion GmbH

Sie kamen in die Schweiz, um in Zukunft, nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat, ein besseres Leben zu haben. Mittlerweise im Pensionsalter, stehen drei Ehepaare aus der Türkei und dem Balkan am Scheideweg: zurückkehren oder hier bleiben? Diese Frage hat die Migrantinnen und Migranten ihr ganzes Leben in der Schweiz begleitet. Jetzt im Alter wird die Antwort dringlich, und auch die Familien der Kinder müssen sich der Entscheidung stellen. Kehrt die ältere Generation zurück oder nicht? Wer betreut die alten Eltern hier oder dort? Wie geht es weiter?
Yusuf Yeşilöz dokumentiert in seinem Film die Zerrissenheit zwischen hier und dort, welche die Lebensgeschichten der Porträtierten prägt. Letztlich muss jedoch jeder Migrant und jede Migrantin eine eigene Lösung finden. Der Film wird nach seiner Uraufführung in verschiedenen Kinos zu sehen sein. Im Anschluss diskutieren die Zuschauerinnen und Zuschauer die Fragen, die sich in diesem andauernden Dilemma immer wieder Neuem stellen, den Film. Gemeinsam suchen sie nach gangbaren Wegen.

www.reckfilm.ch

Uraufführung Januar 2012: Solothurner Filmtage

Projektkoordination
Franziska Reck
Email: info( )reckfilm.ch

Trägerschaft: Collège International de Philosophie

Getragen wird das Projekt durch das Collège International de Philosophie. Dieses 1983 gegründete Collège hat sich zum Ziel gesetzt, die Zivilgesellschaft stärker in die philosophische Reflexion zeitgenössischer Themen einzubeziehen. Aufgrund einer zunehmenden Fragmentierung der Gesellschaft, der Abgrenzung gegenüber dem Anderen, dem Fremden und sozial Schwächeren, sowie der fortschreitenden Auflösung sozialer Rechte, beabsichtigt das Projekt, den Begriff des Exils neu zu denken. Anstatt diesen an die Idee des Fremden zu knüpfen, wird aufgeworfen, ob nicht alle im in einem gewissen Sinn im Exil leben. Dabei zielt das Projekt auf die Dekonstruktion gängiger Vorstellungen hin. Es ermuntert zur kritischen Reflexion und regt zu einem neuen sozialen Bewusstsein an.
Angeboten werden Seminare und Studientage, es finden Podiumsdiskussionen, Gespräche in Lesegruppen und weitere Aktivitäten statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Damit soll eine breite Öffentlichkeit angesprochen und die Öffnung und Demokratisierung des Wissens gefördert werden. Die meisten Aktivitäten finden in Genf statt, das Projekt ist jedoch über nationale Grenzen hinweg vernetzt.

www.ciph.org
www.exil-ciph.com
http://revue-exil.com

Projektkoordination
Prof. Marie-Claire Caloz-Tschopp
Email: mccaloz.tschopp( )gmail.com

Trägerschaft: Fachstelle Integration und Integrationskommission, Biel

Vor vier Jahren stimmte der Gemeinderat der Stadt Biel der Schaffung von städtischen Integrationsstrukturen zu. Aufgrund dieses Beschlusses wurde die bereits bestehende Fachstelle Integration ausgebaut. Zudem wurden verschiedene Fachgremien ins Leben gerufen. Die Evaluation dieser Strukturen ergab, dass die Gremien zwar in direktem Kontakt mit den Behörden bzw. der Migrationsbevölkerung stehen. Die Verbindung zwischen den Gremien wird jedoch hauptsächlich durch die Fachstelle Integration gewährleistet.
Um die Vernetzung zwischen den etablierten Gremien zu verbessern, wurde die Idee einer Integrations-Plattform lanciert. Auf Einladung der Integrationskommission der Stadt Biel diskutierten Migrantinnen und Migranten, Parlamentarier und Mitglieder der Stadtregierung und Behörden im Rahmen der Integrations-Plattform die Frage, wie die Integrationspolitik der Stadt künftig auszugestalten sei (initiieren). Im Anschluss an diese Plattform vertieften verschiedene Arbeitsgruppen die zentralen Themen aus der Diskussion und erarbeiten einen Katalog mit konkreten Massnahmen (etablieren). Anlässlich der geplanten, jährlich stattfindenden Integrations-Foren werden die geknüpften Beziehungen gefestigt und die Bemühungen kontinuierlich fortgesetzt (konsolidieren).

Projektkoordination
Bettina Bergner
Email: bettina.bergner( )biel-bienne.ch

nach oben Letzte Änderung 15.02.2017