Integration

Integrationsförderung

Die Integration von Personen aus dem Asylprozess ist oft erschwert, da sie meist keine Landessprache sprechen, nur wenige Kenntnisse über die Schweiz und lokale soziale Kontakte besitzen und für den Zugang zum Arbeitsmarkt oder zu Ausbildungen Hürden bestehen. Integrationsförderung ist für sie deshalb besonders bedeutsam. Integrationsleistungen umfassen Sprachkurse, Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt, beim Zugang zu Ausbildungen oder bei der sozialen Vernetzung.

Zugang zu Integrationsleistungen

Ob eine Person zur Zielgruppe der Integrationspolitik zählt und somit auch Anspruch auf Integrationsleistungen hat, hängt von ihrem Aufenthaltsstatus ab. Während anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene integriert werden sollen, sind Asylsuchende im Verfahren von Integrationsleistungen ausgeschlossen. Vorläufig aufgenommene Personen erhielten erst 2008 Zugang zu diesen Leistungen, nachdem deutlich wurde, dass viele dauerhaft in der Schweiz bleiben und mehr Rechte und Ressourcen benötigen. Der Integrationsauftrag für vorläufig Aufgenommene richtet sich an die Gemeinden, da sie nach 7 Jahren selbst für die Integrationskosten aufkommen müssen. Die Problematik, dass diese Personen über viele Jahre in einem unsicheren Status verharren – was der Integration nicht förderlich ist – bleibt jedoch bestehen.

Die EKM setzt sich dafür ein, dass Integration möglichst früh, das heisst bereits über Beschäftigungsangebote während der ersten Phase des Verfahrens in den Bundeszentren beginnt. Die Möglichkeit frühzeitig – also nach der Verteilung auf die Kantone – einer Arbeit nachzugehen und effektiv in jedem Kanton eine Arbeitsbewilligung erhalten zu können, erachtet die Kommission ebenfalls als essentiell.

Integrationsangebote für besondere Gruppen

Für das dreijährige Pilotprojekt zur Aufnahme von Flüchtlingsgruppen, dem sogenannten «Resettlement», wird gemeinsam mit den Kantonen ein Rahmenkonzept für spezielle Integrationsprogramme ausgearbeitet, um den Bedürfnissen dieser Gruppen gerecht zu werden.

Auch für traumatisierte Personen aus dem Asylbereich bestehen besondere Integrationsangebote. Das Bundesamt für Migration unterstützt Einrichtungen und Pilotprojekte für traumatisierte Personen.

nach oben Letzte Änderung 13.04.2015