Ein Programm zur Integration im ländlichen Raum

Medienmitteilungen, EKM, 18.06.2013

Zusammenleben und Partizipation auf dem Land ganz konkret – dies war das Thema des Praxistags der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen vom Dienstag in Bern. Im Fokus standen acht regionale Projekte, in denen bereits vielfältige Erfahrungen gesammelt werden konnten. Für Gemeinden, die selber ein solches Projekt starten möchten, bietet die EKM Beratung und Coaching an.

periurban - Tagung im Rathaus Bern
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Die Schweiz entwickelt sich dynamisch: Vor allem die zunehmende Mobilität und die rasche wirtschaftliche Entwicklung haben dazu beigetragen, dass die Bevölkerung in den periurbanen Regionen gewachsen ist. In diesem periurbanen Räumen (= ländliche Region in der Nähe einer Stadt, vor allem im Mittelland) leben auch viele Zugewanderte. Mit ihrem Programm «periurban» engagiert sich die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen seit 2008 in mehreren Regionen der Deutschschweiz und der Romandie für den sozialen Zusammenhalt der Bevölkerung.

Am Dienstag haben sich Vertreterinnen und Vertreter solcher regionaler Projekte und andere Interessierte zu einem Gedankenaustausch im Rathaus Bern getroffen. Die über 150 Teilnehmer hörten sich Kurzreferate über die speziellen Herausforderungen für das Zusammenleben und die Identität in ländlichen Räumen an und erhielten Einblick in konkrete Aktivitäten der «periurban»-Projekte. Vor allem aber diskutierten sie an vielen runden Tischen mit Verantwortlichen der Projekte angeregt über einzelne Aspekte der Projektarbeit. So konnten Ideen ausgetauscht und weiterentwickelt werden.

Eine Besonderheit der «periurban»-Projekte ist die regionale Ausrichtung. Interessierte Gemeinden müssen weitere Gemeinden zur Zusammenarbeit gewinnen. Es gilt auch, mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten. 2016 wird die EKM mit einer weiteren Programmphase starten. Gemeinden, die bei «periurban» mitmachen möchten, will die EKM bereits jetzt mit Coaching und Beratung unterstützen. «Denn», so führte EKM-Präsident Walter Leimgruber aus, «kleinere und mittlere Gemeinden haben oft Mühe, die nötigen Fachkräfte wie auch die notwendigen Finanzen bereitzustellen. Ein regionaler Austausch kann hier Abhilfe schaffen, Kräfte und Mittel effizient und synergetisch bündeln.»

Die beteiligten Regionen
• Chablais
• Fricktal
• Glarus Süd
• Region Weinfelden
• St. Galler Rheintal
• Unteres Freiamt
• Valais central
• Val-de-Travers

nach oben Letzte Änderung 18.06.2013